Stellungnahme des Verlags zur AfD

Köln, 4.3.2026

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit.

Sie lebt davon, dass Menschen und Institutionen Verantwortung übernehmen und Grenzen ziehen, wenn demokratische Grundlagen angegriffen werden.

Die AfD vertritt faschistische Positionen und Strategien, die wir als zutiefst antidemokratisch einschätzen. Teile der Partei arbeiten systematisch daran, Vertrauen in demokratische Institutionen zu untergraben, fremdenfeindlich zu agieren und gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen und autoritäre Politikmodelle zu normalisieren.

Das steht im klaren Widerspruch zu den Werten, auf denen eine offene Gesellschaft beruht.

Die immer neuen Skandale sowie strafrechtliche Verfahren gegen Mandatsträger dieser Partei erschrecken uns. Sie bestätigen unsere Einschätzung, dass die AfD für uns kein politischer Gesprächspartner sein kann.

Für uns ist die AfD daher keine Partei, mit der ein demokratischer Austausch möglich wäre. Wer systematisch gegen demokratische Institutionen arbeitet, kann nicht zugleich als normaler politischer Akteur behandelt werden.

Als Verlag treffen wir daraus konkrete Entscheidungen.

  • Wir lehnen die politischen Positionen der AfD entschieden ab.
  • Wir arbeiten weder direkt noch indirekt mit der AfD oder mit ihr verbundenen Organisationen zusammen.
  • Wir verkaufen unsere Bücher nicht an AfD-Strukturen oder an Personen, die diese aktiv unterstützen.
  • Wir unterstützen Projekte, Initiativen und Organisationen, die sich für demokratische Werte, gesellschaftliche Vielfalt und eine offene Gesellschaft einsetzen.
  • Wir engagieren uns dort, wo wir einen Beitrag leisten können.

Literatur und Kultur sind Teil des öffentlichen Raums. Wer Bücher veröffentlicht, gestaltet diesen Raum mit. Deshalb verstehen wir unsere Arbeit nicht als neutral gegenüber politischen Entwicklungen, die demokratische Grundlagen infrage stellen.

Unsere Bücher richten sich an Menschen, die an eine offene Gesellschaft glauben – an Leserinnen und Leser, die Vielfalt, Freiheit und demokratische Regeln als Grundlage des Zusammenlebens begreifen.

Mit Kräften, die diese Grundlagen ablehnen oder bekämpfen, führen wir keinen Dialog und arbeiten auch nicht zusammen.

Wer diese Grundlagen ablehnt, gehört weder zu unserem Publikum noch zu einem demokratischen Deutschland.

Wir brauchen keine rechtsradikale Sekte in Regierungsverantwortung.


Für den Verlag: Mac Conin (2026-0304)