This is the German edition of Himmelsstürmer.
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Himmelsstürmer

Mac Conin

Freunde, Schule und ein mieser Lehrer…
Willkommen in Bens Leben!

Ben träumt davon, Pilot zu werden, doch sein Alltag ist weit entfernt von Höhenflügen. Zwischen den Bosheiten seines Chemielehrers, Schulprüfungen und dem Druck seiner Familie sucht er seinen eigenen Weg.

Zum Glück gibt es Freunde, die ihn durch die harten Tage bringen. Aber wie soll man in diesem Chaos herausfinden, wer man eigentlich sein will?

Eine Geschichte über Träume, Freundschaft und den Mut, für sich selbst einzustehen – denn manchmal muss man erst landen, bevor man richtig abheben kann!


Außerdem zeigt es viermal auf wunderbare Art und Weise wie wichtig ehrliche Kommunikation ist … Ich hoffe, dass ich immer eine von den „guten“ Lehrern bleibe … und kann euch das Buch sehr empfehlen!

Leseprobe

„Hast du Chemie gemacht? Ich hab das nicht ganz verstanden. Aber das wundert einen bei dem Typen überhaupt nicht.“

„Alter, für Dinge, die man nicht gemacht hat, kann man nicht bestraft werden. Dat is Gesetz.“

„Also haste nix gemacht?“

Ben verzieht das Gesicht und schüttelt den Kopf. „Nope. Echt kein Bock dafür. Der Mehlwurm wird mich sowieso ankacken. Mit oder ohne Aufgaben. Da mach ich besser gar nichts. Zeit gespart. Sind eh bald Ferien. Noch ein paar Klausuren und feddisch. Dann kann der mich mal.“

Philip grinst und klopft ihm leicht auf die Schulter. „Der kann doch nicht bei jedem Auftritt immer dich rauspicken. Vielleicht hat er gerade keinen schlechten Tag und freut sich über schönes Wetter, oder was weiß ich, worüber sich so ein Arschloch freuen könnte.“

„Der hat immer einen schlechten Tag“, murmelt Ben.

Sie kommen zum Chemieraum, in dem der Mehlwurm haust. Die Tür steht offen und Meving thront bereits hinter seinem Versuchstisch. Seine dicke Brille balanciert auf der Nase, eine Halbglatze mit ein paar mickrigen Haaren im Rentnerkranz, die im Licht wie eingeölt glänzt, ein magerer Körper, der sich in einem zu großem, schlecht geschnittenem Jackett versteckt. Er hat einen Stapel Papier vor sich. Tapp tapp, klopft er ungeduldig mit einem mageren Finger darauf herum, als wolle er sie am Tisch festnageln. Philip und Ben seufzen simultan – das verheißt nichts Gutes. Meving ist eine echt gefürchtete Gestalt.

„Setz dich, Bariss!“ ruft Meving, ohne den Kopf zu heben. „Schon wieder zu spät. Hab ich nicht anders von dir erwartet. Kommt und geht wie er will, der Taugenichts.“

Die Schulglocke klingelt zur Stunde.

„Es hat doch gerade erst geklingelt“, sagt Ben. Philip nickt bestätigend.

„Du sollst nicht frech werden. Setz dich und halt die Klappe. Und du brauchst nicht so dämlich schauen, Berger. Ich hab dich auch gesehen.“

Ben schluckt und schiebt sich widerwillig zu seinem Platz. Er wirft einen fragenden Blick zu Philip, der ihm ein aufmunterndes Nicken zuwirft.

„Immer stet’s zu Diensten, leş herif[1]“, murmelt Ben leise vor sich hin, während er auf seinen Platz rutscht. Na, das kann ja wieder eine tolle Sunde werden.

„Dann wollen wir doch mal sehen, wie es um die allgemeinen Kenntnisse der Klasse steht. Ich hoffe besser, als bei dir, Bariss. Da ist ja eh nicht viel zu erwarten.“

„Bariş – das wird Barisch ausgesprochen.“ sagt Ben.

„Ach tatsächlich? Bariss … da will der Krümel klüger sein als die Torte. Lustiges Kerlchen.“ sagt Meving genüsslich. „Hefte raus – wir schreiben einen Test. Wir wollen doch mal sehen, ob ihr in den letzten Wochen überhaupt etwas in eure hohlen Köpfe hinein bekommen habt. Na? Wird’s bald? Ich habe keine Lust auf euch zu warten.“

Die ganze Klasse stöhnt. Diese Tests sind von allen gefürchtet. Immer sind die Fragen in den Tests eine Überraschung. Aber mit dem Lehrstoff haben sie nie etwas zu tun. Das würde wieder ein Gemetzel. Meving ist bekannt dafür, dass seine Tests aus heiterem Himmel kommen. Sie sind schwer, sehr schwer. Wer hier auch nur einen Hauch weiß, kann auch direkt an der Uni Chemie studieren.

[1] leş herif, türkisch: du Scheißkerl

Ein absolutes Lesehighlight, das ich jedem ans Herz legen kann, der gerne in eine emotionale, aber auch witzige Geschichte eintaucht. Perfekt für Jugendliche und alle, die sich gerne an ihre eigene Schulzeit zurückerinnern!

Leseprobe

Philip und Ben liegen bei Philip auf dem Garagendach. Sie überlegen, warum das mit den Mädchen immer so kompliziert sein muss. Also eher überlegt Philip, der immer noch neben der Kappe ist.

„Hört das nie auf?“, überlegt Philip.

„Was denn?“

„Na, die Mädchen, die Weiber, du weißt schon.“

„Ich habe das dumpfe Gefühl, dass das noch schlimmer wird, Alter. Wenn ich meinen Papa und meine Mama ansehe, schwant mir Böses.“

Philip stöhnt. Er wälzt sich zu den Chips und stopft sich eine Ladung in den Mund. „Ich versteh das nicht, wir beide kommen doch voll gut miteinander klar.“

„Klar. Echte Männer“, stimmt Ben frotzelnd zu.

„Kannst du nicht mal ernst sein? Du weißt genau, was ich meine. Ich sage, lass uns dies oder das machen’. Dann sagst du ‚super Idee‘ oder ‚kein Bock‘. Damit ist dann alles klar.“

„Klar weiß ich, was du meinst. Kein Gelaber, keine Diskussion, kein Gedöns. Keine endlosen Überlegungen, warum wir jetzt etwas nicht machen sollten, und ob wir nicht auch was anders machen können. Das Ende ist dann immer, dass wir machen, wat die Weiber wollen.“

„So in etwa.“ Philip seufzt tief. „Warum ist das so? Und dann Elli. Ich raff das alles nicht. Kaz hat mir das zwar alles auseinandergefieselt, aber trotzdem.“

„Habt ihr denn jetzt mal miteinander gesprochen?“

„Ja, vor ein paar Tagen. Aber jetzt ist alles noch komplizierter. Kann denn nicht einmal irgendetwas wie ein Zäpfchen flutschen? Du weißt was ich meine, also unkompliziert sein.“

„Alter, dazu sagt man, glaub ich, ‚das ist das Leben‘. Deshalb haben wir Männer graue Haare oder gar keine mehr. Mein Papa zum Beispiel, der wäre das beste Beispiel dafür. Der sagt immer, wo es lang geht. Der ist der Mann im Haus und gibt die Richtung vor. Dann bespricht er das mit Mama. Dann dauert das ne Weile, und dann machen wir das, was Mama sagt.“

„Aber warum?“

„Vielleicht, weil wir Männer jagen und den Säbelzahntiger aus der Höhle verscheuchen. Die Frauen kommen und flicken die Männer dann wieder zusammen. Einer muss halt den Hut aufhaben.“

„Meinst du echt? Wir immer noch als Neandertaler?“

„Keine Ahnung, hab noch nie einen getroffen“, albert Ben.

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Autor Mac Conin  
Titel Himmelsstürmer
Warum Freunde da sind
Erscheinungs-
termin
07. Januar 2025
Alters-
empfehlung
14+
Ebook 978-3-911831-14-7 4.99 €
Softcover 978-3-911831-35-2 11.90 €
Format B x H x D 127 x 203 x 15 mm 240 Seiten